Kluge Mongolen

Ein faszinierendes Volk sind die Mongolen, wenn man da überhaupt von einem „Volk“ im modernen Sinne sprechen kann, handelt es sich doch bei diesen eher um Stämme. Es ist ein kleines Volk, umfasst es doch knapp nur 10.000.000 Köpfe, wovon die meisten auch noch in China(!) leben, nicht im Stammland, der Mongolei. In der Vergangenheit waren sie selbstverständlich noch viel weniger, im Jahre 1200 schätzt man ihre Anzahl nur auf knapp 200.000! Das macht es umso beeindruckender, dass die Mongolen unter dem „Kaiser der Welt“, Dschinghis Khan, ein gigantisches Reich aus dem Boden stampfen konnten. Sie entvölkerten ganze Landstriche und beherrschten fast ganz Asien und auch teile Europas. Noch heute ist die Erinnerung an diese Expansion in der Folklore lebendig.

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Allerdings ist dies in Mittel- und Westeuropa nicht mehr der Fall. Der moderne Bürger der Staaten weiß vermutlich mit Begriffen wie „Mongolen“ und „Tataren“ nicht mehr viel anzufangen. Das ist aber auch nicht verwunderlich, diese einst mächtigen Stämme verloren dann sukzessive ihre Macht und dann später wurde ihr Staatsgebiet, die Mongolei, oh Ironie der Geschichte, auch noch ein Satellitenstaat der Sowjetunion – vereinfacht gesagt: Ein Diener Russlands, des Landes, welches sie einst selber als die „Goldene Horde“ beherrscht hatten.

Dies soll den Verfall zeigen. Die heutige Mongolei ist ein relativ armes Land, das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt bei gerade mal $4.000 (als Vergleich: Deutschland $44.000), im „Human Development Index“ liegt man auf einem bescheidenen 103. Platz, noch hinter Ländern wie Kasachstan und Sri Lanka.

War das große mongolische Reich also nur ein Flimmern auf dem Radar? Ein Zufall der Geschichte, nicht das Resultat vorhandenen Talentes? Nein.

Aus den weltweiten IQ-Studien ist es nämlich bekannt, dass der Durchschnittsiq der Mongolen auf jeden Fall über 100 liegen soll! Also etwa auf dem gleichen Niveau wie die hochentwickelten nord- und mitteleuropäischen Staaten, über dem Osteuropas und über dem Afrikas und der arabischen Länder sowieso!

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Da wo „Gobi“ steht wohnen sie ungefähr, die Mongolen.

Das ist erstaunlich. Die Mongolen sind also der „Monkey Wrench“ für zwei Denkrichtungen. Da ist einerseits die Idee, dass wirtschaftlicher Wohlstand immer vom IQ der Bevölkerung abhängt. Dies ist hier dann offensichtlich nicht der Fall, auch wenn man sicherlich einige Erklärungen finden kann (kommunistische Herrschaft, niedrige Bevölkerungsdichte etc.).

Andererseits sind sie dann doch ein gewichtiges Argument in der „Nature Vs. Nurture“-Debatte. Haben die Mongolen ihr geistiges Potential eben scheinbar nicht durch ominöse, teure „Bildungssysteme“ erworben, noch wurde ihr Talent durch gemeine „Diskriminierung“ und „wirtschaftliche Not“ geschwächt! Das ist doch erstaunlich.

Die Mongolei also eine Quelle des Potentials? Sollten wir, statt „bildungsferner“ Afrikaner und Araber, nicht einfach die Mongolen ins Land holen? Und so schließt sich der Kreis der Geschichte: Die Araber und Türken wurden einst von den Europäern bekämpft, jetzt werden sie ins Land gelassen. Die Mongolen haben Europa ebenfalls bedroht, doch sollten wir nicht mal in diesen Ländern nach neuen Mitbürgern oder Fachkräften Ausschau halten, als in den geistigen Wüsten Afrikas und des Nahen Ostens? 😉

Selbst die Zeit hat 2002 etwas derartiges postuliert, natürlich wurde hier die Intelligenz wieder nicht als etwas „Angeborenes“ bezeichnet, sondern die Verbindung „Muttermilch macht schlau“ bemüht:

Übrigens: Die höchste Brustfütterungsrate aller Entwicklungsländer hat mit 93 Prozent die Mongolei. Die bildungspolitische Losung des Tages muss also lauten: Muttermilch für Deutschland und Green Cards für Mongolinnen.

Nun will ich aber noch einmal kurz den Bogen zur klassischen Anthropologie spannen: Wie ich bereits schrieb, gibt es auch bei den Leuten, welche die IQ-Unterschiede der Völker (Rassen?) voll und ganz unterschreiben, immer wieder Diskussion wann und wie diese überhaupt entstanden sind. Manche würden sagen, sie sind das Ergebnis relativ kurzfristiger Selektion, in Europa z.B. so in den letzten Jahrhunderten, während andere die Emergenz der höheren kognitiven Fähigkeiten dann doch ein paar Jahrtausende zurückschieben (siehe auch meinen Blog-Eintrag zu dem Thema). Ich kann mir aber jetzt kein kurzfristiges Ereignis vorstellen, welches die Mongolen so klug gemacht haben soll. Also doch eher ein (einigermaßen) fest eingebautes „Feature“ gewisser Rassen? Der hohe IQ scheint mit den Nordmongoliden verzahnt zu sein, den die Koreaner, Chinesen und Japaner sind ja ähnlich schlau.

Wer weiß. Man wird mir kaum die Mittel geben, das mal genauer nachzuforschen.

Im Gegensatz zu Leuten wie Volkmar Weiss bin ich aber nicht der Meinung, dass der „IQ“ alles ist. Vielleicht fehlen den Mongolen auch gewisse (angeborene?) Persönlichkeitseigenschaften und Verhaltensmuster (Arbeitsfleiß/“sucht“, etc.), die dafür in den Europäern vorhanden sind, und die den Unterschied ausmachen. Vielleicht unterscheidet sie das auch von den Chinesen, Koreanern und Japanern. Es ist ja Kennern der klassischen Anthropologie bekannt, dass die genannten Völker eher der siniden Rasse entsprechen, während die Mongolen größtenteils der etwas kleinwüchsigeren und „extremer aussehenden“ (für unsere/meine europäischen Augen) tungiden Rasse entsprechen. Vielleicht ist diese auch als etwas „wilder“ im Verhalten anzusehen. Wer weiß. Vielleicht. Ich habe dieses Wort sehr oft benutzt. Wie so oft, kann man hier nur wild spekulieren.

Ich belasse es deshalb jetzt mal dabei.

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2 Kommentare zu „Kluge Mongolen

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